Die JUSO Oberaargau schliesst sich dem Protest der Schüler*innen des Gymnasiums Oberaargau an.

Wie 20 Minuten berichtete (siehe Link), hat das Gymnasium Langenthal bzw. die Schulleitung eine einseitige Kleiderempfehlung nur an Schülerinnen herausgegeben. „Es ist beschämend, dass Schüler*innen der Schulleitung eines Gymnasiums im Jahre 2018, Sexismus erläutern müssen”, meint JUSO Oberaargau Vorstandsmitglied Samira Martini dazu.
Besonders stossend ist, dass die Kleiderempfehlung von einem deutschen Gymnasium kopiert wurde, im Gegensatz zu diesem aber die Kleiderempfehlung für Schüler weggelassen wurde. Da zeigt, dass diese sogenannte Kleiderempfehlung primär ein Angriff auf die Selbstbestimmung junger Frauen ist.

Offenbar herrscht bei der Schulleitung die Meinung vor, dass die Mädchen die Buben durch zu viel nackte Haut vom Unterricht ablenken könnten. Wie eine Schülerin richtig erkannt hat, werden die Schülerinnen so zu reinen Objekten reduziert, während Männer dem hilflos ausgesetzt sein sollten. „Es kann nicht sein, dass Frauen aufgrund ihrer Kleidung die Schuld zugeschoben wird, wenn Männer sich negativ verhalten”, empört sich Debora Ticli weiter.
Die Aktion der Schulleitung zeigt leider wieder einmal, dass wir immer noch in einer Gesellschaft leben, die stark von patriarchalischen Strukturen geprägt ist und Alltagssexismus an der Tagesordnung ist.
Deshalb war die JUSO Oberaargau heute auf dem Vorplatz des Gymnasiums anwesend und hat Flyer verteilt, sowie das Gespräch mit Schüler*innen und Lehrpersonen gesucht.

 

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