JUSO weiterhin im Grossen Rat vertreten – insgesamt Rückschlag für Junge.

Mit Nadine Masshardt wurde im Oberaargau die Präsidentin der JUSO Kanton Bern
wieder gewählt. Im selben Wahlkreis wurde ihr Vorgänger als langjähriger JUSO-
Präsident, Adrian Wüthrich, neu Grossrat. Die JUSO ist zudem erfreut über das histo-
rische und erfreuliche Resultat bei den Regierungsratswahlen. Die rot-grüne Regie-
rung wurde sehr deutlich wieder gewählt. Unerfreulich sind dagegen die Ergebnisse
der Parlamentswahlen: Hier hat nicht nur die junge Generation verloren, sondern die
Linke generell sowie die Frauen.

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We so you so? – Darum JUSO!

Das Berner Rathaus

Politik bestimmt dein Leben

Ob dich nach dem Ausgang noch ein Nachtbus nach Hause fährt, ob du eine Lehrstelle oder deinen ersten Job findest und einen anständigen Lohn erhältst, ob deine Ausbildung mit einem Stipendium ermöglicht wird oder ob du in zwanzig Jahren noch in einem erträglichen Klima lebst: Das hat alles mit Politik zu tun. Und dafür — für dich und für die Umwelt — setzen wir uns als JUSO ein.

Wir wollen noch viel verändern

Wir wollen mehr Junge in der Politik — denn die Entscheide von heute bestimmen unseren zukünftigen Alltag. Wir wollen echten Klimaschutz, Energie sparen und mehr erneuerbare Energien, damit wir in einer gesunden Umwelt leben können. Wir wollen faire Löhne für Frauen und Männer (z. B. 1:12 Initiative der JUSO) sowie gerechte Steuern. Wir wollen eine Wirtschaft, die nicht auf rasche Gewinnoptimierung ausgerichtet ist, sondern an Morgen denkt – und somit auch an deine zukünftigen Grosskinder. Wir wollen einen guten öffentlichen Verkehr, der dich sicher und umweltfreundlich in die Schule, zur Arbeit, in den Ausgang und wieder nach Hause bringt. Wir wollen genügend Lehrstellen, Jobs für Lehr- und StudienabgängerInnen sowie Chancengleichheit in der Bildung.

Wir geben uns nicht zufrieden mit dem, was ist – wir wollen Gegenwart und Zukunft aktiv mitgestalten. Hilf auch du uns dabei! Wähle JUSO und werde Mitglied.

Nadine Masshardt, Präsidentin JUSO Kanton Bern und jüngste Grossrätin

Bild: Wladyslaw Sojka, commons.wikimedia.org

Engagier dich fürs Stimmrechtsalter 16

Mit dem Artikel im 20min von heute ist der Abstimmungskampf um das Stimmrechtsalter 16 eröffnet.

Bis zum Abstimmungstermin sind es nur noch ein paar Wochen, also ist es sehr wichtig, dass du dich engagierst und möglichst viele Menschen mobilisierst.

Das kannst du auf verschiedene Art und Weise tun:

Jede Stimme zählt.

Wir sind Gemeindepräsident!

Unser Vorstandskollege hat es geschafft: Stefan Krattiger erhielt am vergangenen Wahlsonntag beeindruckende 60.4% der Stimmen (bei einer Wahlbeteiligung von 62.1%!) und ist somit neuer Gemeindepräsident von Aegerten. Gratulation zur Wahl, Stefan!

Es ist erfreulich zu sehen, dass sich das Aegerter Stimmvolk nicht durch die Standard-Vorurteile wie »zu jung, zu unerfahren« täuschen liess. Im Falle Krattiger ist das nämlich alles andere als wahr: So jung ist man mit 26 Jahren ja auch nicht mehr und wer nach 6 Jahren im Gemeinderat immer noch durch die dortigen Kollegen in seiner Kandidatur unterstützt wird, muss ein fähiger Politiker sein.

Wir wünschen Stefan viel Erfolg und alles Gute in seinem neuen Amt und sind überzeugt, dass er einen tollen Job machen wird!

Artikel im Bund

Juso Berner Oberland gegründet!

Es ist uns eine grosse Freude, bekannt zu geben, dass die Juso Kanton Bern seit Montag, dem 10. August, um eine Sektion reicher ist.

Weitere Informationen folgen.

Am 27. September: Ja zu Harmos!

Banner Ja-zu-Harmos-Komitee

Die Schweiz leistet sich im Moment 26 separate Schulsysteme. Dadurch entsteht nicht nur ein grosser Aufwand durch das Ausarbeiten und Unterhalten der verschiedenen Lehrpläne und der Produktion von jeweils auf diese abgestimmten Lehrmitteln. Auch ein Umzug in einen anderen Kanton stellt betroffene Kinder, ihre Eltern und Lehrkräfte vor Schwierigkeiten aufgrund unterschiedlicher Wissensstände der Kinder.

Mit HarmoS würden die Ziele und Strukturen der Volksschule auf nationaler Ebene festgelegt, Lehrpläne und Lehrmittel jeweils pro Sprachregion. Es gäbe also nicht die befürchtete Einheitsschule, denn das Festlegen von Zielen sagt noch wenig darüber aus, wie diese zu erreichen sind. Dennoch würde durch die Harmonisierung der Lernziele ein Schulwechsel erheblich vereinfacht.

Entgegen dem, was das Nein-Komitee behauptet, bliebe die Ausgestaltung der Einschulung weiterhin Sache der Kantone. Zudem haben die Eltern die Möglichkeit, durch individuelle Gesuche ihre Kinder früher oder später einschulen zu lassen. Für Kinder ist HarmoS also kein Grund zum Weinen.

Auf der Homepage des Ja-Komitees gibt es ein Argumentarium, sowie eine Agenda mit Podien zum Thema HarmoS.

Wer ausführlichere Informationen zu Harmos sucht, sei auf die Homepage der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren verwiesen.

1:12 — Endlich gerechte Löhne!

Die Wirtschaftskrise ist in den Medien allgegenwärtig. Über nötige Veränderungen und Konsequenzen betreffend der Lohnexzesse wird in den höheren Etagen gerne und häufig medienwirksam gesprochen.

Wir, die Juso Schweiz, wollen uns nicht mit schönen Reden und Versprechungen begnügen, die noch vor oder spätestens mit dem nächsten Aufschwung bequemerweise wieder aus den Köpfen verschwunden sein werden.

Kurz: Wir starten eine Volksinitiative, die in der Bundesverfassung festlegt, dass in jedem Unternehmen der höchste Lohn um nicht mehr als den Faktor 12 grösser sein darf als der tiefste Lohn.

Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass wir, der Staat, einerseits gut genug dafür sind, Unternehmen zu sanieren, die durch völlig verfehlte Lohnsysteme und quasi inexistentes Risikomanagement in Schieflage geraten sind, andererseits aber keinen Einfluss darauf haben sollen, wie die Verantwortlichen in den Teppichetagen entlöhnt werden.

Auch für Unternehmen, die keine Staatshilfe bekommen, stellt sich die Frage: Warum soll jemand im Monat mehr verdienen als andere im Jahr? Wie wir gerade sehen, hat ein hoher Lohn rein gar nichts mit verantwortungsvollem Handeln zu tun.

Uns ist dabei klar, dass es immer Wege geben wird, diese Artikel zu umgehen. Entscheidend für uns ist die Symbolwirkung: Wer sich entscheidet, dagegen zu verstossen, soll sich bewusst sein, dass er oder sie damit gegen den Volkswillen verstösst. Und hinter dem Volkswillen stehen Menschen und als solche die Kunden von heute und morgen.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, kannst du dich auf der Homepage der Juso Schweiz für den Newsletter eintragen oder oder der 1:12-Facebookgruppe beitreten.

Die offizielle Homepage der Inititative inklusiv Argumentarium findet ihr unter http://1-zu-12.ch.

Stimmrechtsalter 16 nimmt weitere Hürde

Mit einer Stimme Unterschied war die Entscheidung denkbar knapp, aber letztlich zählt das Resultat.

Gestern Montag hat sich der Grosse Rat in der ersten Lesung für das Stimmrechtsalter 16 ausgesprochen. Das ist sehr erfreulich und zeigt, dass zumindest ein Teil des Rates verstanden hat, wie wichtig eine frühe Angewöhnung von Jugendlichen an politische Entscheidungsfindungen ist.

Um sich bei Abstimmungen und Wahlen vernünftig entscheiden zu können, braucht es ein bestimmtes Vorwissen. Dieses Vorwissen, bspw. über Parteien, Wahlsysteme, die Organisation einer Gemeinde, eines Staates etc, müssen die Jugendlichen während der obligatorischen Schulzeit erhalten. Damit dieses Wissen und das vielleicht entstandene Interesse auch erhalten bleibt, ist es wichtig, dass es zur Anwendung gelangt. Es genügt nicht, zu sagen “Ja, in zwei Jahren darfst du dann”. Wenn man jemanden zwei Jahre auf die lange Bank schiebt, ist es nicht erstaunlich, wenn derjenige danach das Interesse verloren hat.

Ausserdem fällt diese Zeit der politischen Bildung in eine sehr wichtige Phase in der persönlichen Entwicklung einer jeden Person. Es ist die Zeit, in der sich langsam eigene Meinungen und eine eigene Persönlichkeit herauskristallisieren. Den damit verbundenen Drang, sich zu einzubringen und die eigene Meinung kundzutun, können wir entgegenkommen. Nämlich indem wir ihnen die Möglichkeit geben, mehr als nur ihr persönliches Umfeld mitzugestalten. Wer mitbestimmen darf, fühlt sich ernstgenommen. Und wer sich von einem politischen System ernstgenommen fühlt, ist eher bereit, sich dafür einzusetzen. Diese frühe und verstärkte Einbindung könnte helfen, der momentan grassierenden politischen Lethargie in zukünftigen Wählergenerationen entgegenzuwirken.

Es mag sein, dass sich ein grosser Teil derer, die von der Senkung des Stimmrechtsalters betroffen wären, nicht für Politik interessieren. Aber das ist kein Grund, die Senkung abzulehnen. Denn nehmen wir die Wahlbeteiligung als Entscheidungsgrundlage für oder gegen das Stimmrecht einer Bevölkerungsgruppe, so müssen wir uns konsequenterweise selbst das Stimmrecht entziehen.

Der Souverän liess sich nicht ins Bockshorn jagen

Eine unverhofft deutliche Mehrheit der Wählerschaft hat der SVP und ihrer hetzerisch geführten Rabenkampagne eine Abfuhr erteilt. Die Juso Kanton Bern ist darüber sehr erfreut und erleichtert.

Dennoch: Gewonnen wurde damit nichts, sondern lediglich sichergestellt, dass die Schweiz weiterhin im Spiel bleibt. In naher Zukunft stehen in Sachen Steuerstreit und Agrarhandelsabkommen schwierige Verhandlungen mit der EU an, und Brüssel lässt durchblicken, dass der Schweiz je länger je weniger eine Sonderbehandlung zuteil werden wird.

Die üblichen Verdächtigen scheinen das indes immer noch nicht begriffen zu haben und planen bereits die nächste Initiative zur Beschränkung der Einwanderung bei steigender Arbeitslosigkeit. Dass gerade der von ihnen so oft bemühte Souverän sich für eine Zusammenarbeit mit der EU und gegen Sonderregelungen für die Schweiz ausgesprochen hat, spielt offenbar keine Rolle.

Für die Personenfreizügigkeit, gegen Rosinenpickerei!

Am 8. Februar 2009 haben wir eine zukunftsträchtige Entscheidung zu treffen. Dabei ist sie bei nüchterner Betrachtung so einfach:

Unsere Wirtschaft ist angewiesen auf die Märkte Europas

Es ist eine unbestreitbare Tatsache: Ohne Ausland gibt es keine Schweizer Wirtschaft. Die EU ist der wichtigste Handelspartner der Schweiz. Über 60 Prozent unserer Exporte fliessen in die 27 EU-Staaten. Jeder dritte Franken erwirtschaftet die Schweiz in der EU. Jeder dritte Arbeitsplatz ist direkt oder in indirekt von den Beziehungen zur EU abhängig.

Die Erfahrungen der letzten sechs Jahre mit der Personenfreizügigkeit und anderen Bilateralen Abkommen zeigen, dass Schweizer Unternehmen vom erweiterten Arbeitsmarkt und vom weitgehend gleichberechtigten Zugang zum EU-Binnenmarkt mit 490 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten profitieren.

Die Schweiz ist ersetzbar

Entgegen der Meinung einiger verirrter Köpfe nimmt ein Land mit knapp 7 Millionen Einwohnern, welches über keine natürlichen Bodenschätze verfügt, in der heutigen Welt keinen sehr wichtigen Platz ein. Daran ändern auch die Alpentransit-Achse und das Bankgeheimnis nichts.

Wenn wir uns abschotten, wird uns niemand darum bitten, zurückzukommen. Die Güter, welche in der Schweiz produziert werden, sind früher oder später – wenn nicht schon jetzt – aus einem anderen Land erhätlich. Gerade im offenbar von Raben bevölkerten Osten Europas gibt es genügend Menschen, die auf eine Chance warten.

Signalwirkung eines Neins

Jemand der »s’Füfi und s’Weggli« will, macht sich nicht beliebt. Ein Nein und die mancherorts vorgeschlagene Neuaushandlung der Verträge ohne Bulgarien und Rumänien heisst folgendes: Wir wollen zwar vom Wirtschaftsraum Europa profitieren, aber nicht unseren Anteil an der gemeinsamen Last tragen. Warum sollten für uns Schweizer nicht dieselben Regeln gelten wie für den Rest Europas?

Ein Nein ist ein Spiel mit dem Feuer, bei dem wir uns ganz bestimmt die Finger verbrennen.